Was in Deutschland die Milchbauern sind, sind in Argentinien die Rinderfarmen, also die Estancias. Bei diesen Farmen handelt es sich um Weidewirtschaft, die hauptsächlich der Zucht von Mastrindern, Schafen und Milchkühen gilt.
Natürlich bedeutet das Leben auf einer Estancia harte Arbeit und lange Arbeitstage. Dennoch betrachten die Argentinier und der Rest der Welt das Leben der Gauchos leicht romantisch und verklärt. Romantische Sonnenuntergänge und friedlich grasende Rinder gehören sicherlich auch dazu, aber die Arbeit muss auch gemacht werden, wenn es stürmt und regnet. Auffällig ist, dass das Kulturerbe der Estancias seit den 90er Jahren wieder stärker ins Bewusstsein rückt. Besonders die historischen Farmen, die durch einen gewissen luxuriösen Stil auffallen, wecken darüber hinaus oft das Interesse kaufkräftiger Ausländer. Wie groß eine argentinische Farm sein muss, um sich als Estancia bezeichnen zu dürfen, ist nicht klar geregelt. Während in manchen Gebieten schon bei 300 Hektar und ausgezeichneten fruchtbaren Böden eine Farm als Estancia bezeichnet wird, sind in anderen Gebieten 30.000 Hektar nötig.
Estancias




